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Sie verwenden seit Jahren Sonnenschutzmittel, haben verschiedene Marken und Texturen ausprobiert, und trotzdem stimmt etwas nicht. Manchmal fühlt sich das Produkt zu dickflüssig an, manchmal verläuft es beim Schwitzen oder reizt empfindliche Hautstellen. Was, wenn das Problem nicht an der aufgetragenen Menge liegt, sondern an der Art des Sonnenschutzmittels, das Sie wählen?
Tatsächlich wirken nicht alle Sonnenschutzmittel gleich, da sie unterschiedlich wirken. Der Unterschied zwischen mineralischen und chemischen Sonnenschutzmitteln geht weit über Preis und Marke hinaus: Er beeinflusst, wie sich das Produkt auf der Haut verhält, wann es seine Schutzwirkung entfaltet und welche Ergebnisse es je nach Hauttyp und Aktivitätsniveau erzielt. Zu wissen, wie man die beiden unterscheidet, verändert die Wahl des richtigen Sonnenschutzmittels für den Körper grundlegend.

Mineralischer Sonnenschutz , auch physikalischer Sonnenschutz genannt, verwendet zwei Hauptwirkstoffe: Zinkoxid und Titandioxid . Beide sind natürlich vorkommende Mineralien, die eine physikalische Barriere auf der Hautoberfläche bilden. Anstatt von der Haut aufgenommen zu werden, verbleiben sie in der äußersten Hautschicht und reflektieren oder streuen ultraviolette Strahlung, bevor diese eindringen kann.
Einer der größten Vorteile ist die sofortige Wirkung ohne Wartezeit. Zudem ist es hitzebeständig und daher besonders langlebig, auch bei intensiver Sonneneinstrahlung oder körperlicher Aktivität. Aufgrund seiner Inhaltsstoffe ist es auch die beste Wahl für empfindliche, atopische oder reaktive Haut sowie für Kinder und Schwangere.
Chemische Sonnenschutzmittel verwenden synthetische organische Filter wie Avobenzon, Octinoxat, Octocrylen oder Oxybenzon. Anstatt eine Barriere zu bilden, absorbieren diese Filter Photonen der UV-Strahlung und wandeln sie in Wärme um, die dann über die Haut abgegeben wird.
Dieser Mechanismus erfordert die korrekte Aktivierung der Filter. Daher wird empfohlen, Sonnenschutzmittel 15 bis 20 Minuten vor dem Sonnenbad aufzutragen. Chemische Formeln hingegen bieten in der Regel eine leichtere Textur , lassen sich einfacher auftragen und hinterlassen einen weniger sichtbaren Film auf der Haut, wodurch sie sich gut für den täglichen Gebrauch oder unter Badebekleidung eignen.
Obwohl sowohl mineralische als auch chemische Filter bei korrekter Anwendung einen wirksamen Schutz vor UVA- und UVB-Strahlen bieten, gibt es wichtige Unterschiede, die man kennen sollte.
Der auffälligste Unterschied liegt meist in der Textur. Mineralische Sonnenschutzmittel haben in der Regel eine cremigere Konsistenz und können, je nach Zusammensetzung, einen leichten weißen Film auf der Haut hinterlassen. Chemische Sonnenschutzmittel hingegen sind für ihr leichtes und unsichtbares Finish bekannt, was besonders bei der täglichen Anwendung geschätzt wird.
Auch die Art und Weise, wie der Schutz einsetzt, ändert sich. Mineralische Filter wirken sofort nach dem Auftragen, während chemische Filter einige Minuten benötigen, um ihre optimale Wirkung zu entfalten. Daher ist es ratsam, sie vor dem Sonnenbaden aufzutragen.
Ein weiterer wichtiger Unterschied liegt in der Hautverträglichkeit. Mineralische Sonnenschutzmittel werden im Allgemeinen für empfindliche, reaktive oder leicht reizbare Haut empfohlen. Bei chemischen Sonnenschutzmitteln hängt die Verträglichkeit von der Kombination der Inhaltsstoffe und den individuellen Hauteigenschaften ab.
Schließlich beinhalten viele aktuelle Rezepturen fortschrittliche Technologien, die die Photostabilität chemischer Filter verbessern und die Herstellung hochwirksamer, komfortabler und angenehmer Produkte für den täglichen Gebrauch ermöglichen.
Weder das Mineral noch die Chemikalie ist universell besser: Jedes eignet sich besser für unterschiedliche Kontexte.
Für Outdoor-Sportarten, Strandbesuche oder Wassersport ist mineralischer Sonnenschutz wasser- und schweißbeständiger, hitzebeständiger und bietet sofortigen Schutz. Für den Alltag in der Stadt, unter Make-up oder wenn eine unsichtbare, schnell einziehende Textur gewünscht ist, ist chemischer Sonnenschutz möglicherweise praktischer.
Bei fettiger oder zu Akne neigender Haut bieten ölfreie chemische Formeln ein matteres Finish; bei trockener oder empfindlicher Haut sind Mineralien mit beruhigenden Wirkstoffen die sicherste Option.
Für Babys, Kleinkinder und Schwangere werden aufgrund ihres Sicherheitsprofils generell Mineralfilter empfohlen.
Unabhängig von der Art der Sonnencreme, die Sie wählen, ist einer der häufigsten Fehler, sie nicht regelmäßig erneut aufzutragen. Generell wird empfohlen, sie alle zwei Stunden bei direkter Sonneneinstrahlung und sofort nach dem Schwimmen, Schwitzen oder Abtrocknen erneut aufzutragen.
Mineralische Sonnenschutzmittel sind etwas haltbarer, da sie die Strahlung nicht „abnutzen“, aber Reibung durch Kleidung, Wasser und Bewegung tragen sie mit der Zeit ab. Chemische Sonnenschutzmittel verlieren aufgrund ihres Wirkmechanismus ebenfalls allmählich an Wirksamkeit. In beiden Fällen ist regelmäßiges Nachcremen unerlässlich, um den ganzen Tag über wirksamen Schutz zu gewährleisten.
Wer die Inhaltsstoffliste einer Sonnencreme lesen kann, kann fundiertere Entscheidungen treffen, ohne ein Kosmetikexperte sein zu müssen.
Bei mineralischen Sonnenschutzmitteln finden Sie in der INCI-Liste die Begriffe Titandioxid und Zinkoxid. Chemische Sonnenschutzmittel enthalten Inhaltsstoffe wie Avobenzon, Octinoxat (Ethylhexylmethoxycinnamat), Homosalat, Octocrylen oder Oxybenzon (Benzophenon-3). Viele moderne Produkte kombinieren beide Filtertypen, um Wirksamkeit, Textur und Verträglichkeit optimal aufeinander abzustimmen. In diesem Fall spricht man von einem Kombinations-Sonnenschutzmittel, das eine praktische Lösung sein kann, wenn Sie die Vorteile beider Filterarten nutzen möchten.
Achten Sie außerdem auf das eingekreiste UVA-Symbol, das garantiert, dass der Schutz vor UVA-Strahlen mindestens ein Drittel des auf der Verpackung angegebenen Lichtschutzfaktors (LSF) beträgt.
Die Wahl zwischen mineralischem und chemischem Sonnenschutzmittel will gut überlegt sein, ist aber nicht die einzige. Die Wirksamkeit eines jeden Sonnenschutzmittels hängt vor allem von der richtigen Dosierung ab – etwa ein Esslöffel für Gesicht und Hals und die Menge eines Schnapsglases für den Körper – und davon, den Schutz während des gesamten Aufenthalts in der Sonne aufrechtzuerhalten.
Wenn Sie sich noch nicht sicher sind, welche Sonnencreme die richtige für Sie ist, stellen Sie sich zunächst zwei Fragen: Wo werden Sie sie hauptsächlich verwenden, in der Stadt oder im Freien? Neigt Ihre Haut zu Irritationen oder Glanz? Mit diesen beiden Antworten können Sie bereits die Hälfte der Optionen ausschließen und nur die für Sie passenden Produkte behalten. Gehen Sie beim Sonnenschutz Ihrer Haut kein Risiko ein: Die beste Sonnencreme ist nicht die teuerste, sondern die, die zu Ihrem Lebensstil passt und die Sie täglich zuverlässig verwenden. Finden Sie noch heute Ihre ideale Sonnencreme in unserer Auswahl an Sonnenschutzmitteln für den Körper und gönnen Sie Ihrer Haut den individuellen Schutz, den sie verdient.
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